Aaron Baddeley gewinnt die Northern Trust Open

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Zwei Jahre hatte Aaron Baddeley intensiv an seinem Schwung gearbeitet und probiert, ihn wieder an die Art und Weise anzupassen, wie er zu seiner Jugendzeit war. Angeleitet von Trainer-Guru Dale Lynch machte der 29-jährige Australier enorme Fortschritte und durfte nun bei der Northern Trust Open die Früchte der Arbeit ernten.

Mit einer abschließenden 69er Runde auf dem Par 71-Kurs im Riviera Country Club sicherte der 29-Jährige sich den Titel, obwohl er an Loch zwölf ein Double-Bogey spielte. Allerdings patzten auch seine Konkurrenten Vijay Singh und Fred Couples.

Singh spielte an der zwölf ebenfalls ein Bogey und nur ein Loch später lag er erneut einen Schlag über Par. Am Ende reichte es für den 47-Jährigen nur zu Rang zwei mit zwei Schlägen Rückstand (247).

Die Rückkehr des Dale Lynch

„So hart wie die letzten beiden Jahre auch waren, ich wusste, wofür ich arbeite“, erklärte Baddeley gegenüber pgatour.com. „Natürlich war ich zwischenzeitlich sehr frustriert und auch mal entmutigt, aber ich war auf mein Ziel fokussiert und habe mich in Geduld geübt. Und die Geduld war auch der Schlüssel zum Erfolg.“

Zuletzt hatte der Australier im Jahr 2007 die Waste Management Phoenix Open gewonnen und sich nach der folgenden Durststrecke dazu entschlossen, erneut mit Lynch zusammen zu arbeiten, um die Stack und Tilt-Methode wieder aus seinem Kopf und Spiel zu bekommen. Die neue Art des Abschlags wurde 2007 vorgestellt, doch Baddeley, der sich darin probierte, kam nicht zurecht. Der australische Coach hatte Baddeley bereits im Alter von 13 bis 20 betreut und im Mai 2009 fanden sie wieder zueinander.

Couples zeigte sich enttäuscht

Seinen Sieg verdankte er auch dem Alter von Fred Couples, der auf der vierten Runde einbrach und auf den letzten zwölf Löchern vier Bogeys und ein Double-Bogey spielte. Zunächst hatten die Fans den 51-Jährigen frenetisch gefeiert und der Altmeister spielte drei Birdies auf den ersten drei Löchern.

„Ich wusste, dass Freddie Gas geben würde, denn ein Turnier zu gewinnen ist eine besondere Fähigkeit. Und er hat in seiner Karriere sehr häufig gewonnen“, so Baddeley. „Als er auf die Runde ging dachte ich, dass es einer dieser Tage werden könnte, in denen er eine großartige Leistung bringen wird. Aber ich habe mich dann auf mein Spiel konzentriert und das getan, was nötig war.“

Der von Rückenproblemen geplagte Couples spielte ein fantastisches Turnier, musste allerdings mit Bogeys an der sechs, zehn, 16 und 18 abreißen lassen. Dazu unterlief ihm auf der Sieben ein Double Bogey. Nach der Rückkehr ins Clubhaus notierte sich der US-Amerikaner eine 73 auf der Scorkarte und lag zusammen mit K.J. Choi auf den geteilten siebten Rang (277). Sein Kommentar: „Ich bin Golfer, also bin ich enttäuscht.“

Langer mit Platzrekord

Bernhard Langer hat sich indes mit dem Platzrekord von 20 unter Par zum ersten Saisonsieg auf der US-Championstour der Senioren zurückgemeldet. Der 53-jährige Schwabe setzte sich über drei Runden nach 196 Schlägen (64+66+66) deutlich vor dem US-Profi Fred Funk (200-68+66+66) durch. Für seinen 14. Championstour-Titel seit seinem Wechsel 2007 von der US-PGA-Tour kassierte Langer 240.000 Dollar bei der mit 1,6 Millionen Dollar dotierten Classic in Naples/Florida.

„Es ist immer aufregend, zu gewinnen“, sagte der Musterprofi. „Es war anstrengend, aber ich wusste, dass ich hart arbeiten und eine gute Schlägerwahl treffen musste.“ Bisher standen ein 14. sowie ein 47. Rang in seiner diesjährigen Saisonstatistik. Entsprechend hatte er sich vor Turnierbeginn auf dem Par 72-Kurs fast täglich mit seinem deutschen Trainer Willi Hoffmann über den richtigen Schwung und die Schläger-Materialwahl ausgetauscht.