Austrian Open: Bernd Wiesberger gewinnt Heim-Turnier

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Die Austrian Open in Atzenbrugg hatte ein Happy End für das Ausrichterland: Der Österreicher Bernd Wiesberer feierte seinen zweiten Tour-Titel, nachdem er vor drei Monaten bereits in Südkorea bei der Ballantines Championship gewonnen hat. Mit dem Sieg bei seinem Heim-Turnier ist er gleichzeitig erst der zweite Österreicher, der die Austrian Open gewonnen hat. Dies war zuvor nur Markus Brier gelungen.



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Wiesberger belohnte damit seine tolle Aufholjagd, die er mit einem Gesamtscore von 269 (19 Schläge unter Par) beendete. Auf dem geteilten zweiten Platz landeten Thomas Levet aus Frankreich und Shane Lowry aus Irland.

Aufgrund von zuletzt schwächeren Ergebnissen war er nicht als Favorit in seine Heimat gereist. Ein weiterer Grund, aus dem der Triumph sehr überraschend kam. Durch seinen zweiten Sieg auf der PGA-Tour stellte Wiesberger einen Landesrekord auf: Er ist der erste Österreicher der zwei PGA-Turniere in einem Jahr gewinnen konnte.

Sensationelles Ende von Wiesberger

Wiesberger ging als Dritter nach konstanten Spitzenrunden in die Schlussrunde und machte dort von Anfang an Druck auf die vor ihm platzierten Golfer. Seinen acht Birdies stand nur ein Bogey gegenüber. Dem Druck des Österreichers konnte der bis dahin führende Däne Thorbjörn Olesen nicht standhalten und brach auf den letzten Löchern vollkommen ein, während Wiesberger auf den letzten neun Löchern sechs Birdies gelangen.

Wiesberger konnte auf der 15. Bahn zum ersten Mal mit dem Franzosen Levet gleichziehen und das Scoreboard anführen. Genau zu diesem Moment patzte Olesen erstmals. Eine Bahn später übernahm der spätere Sieger die alleinige Führung durch ein weiteres Birdie, weil Levet etwas Pech hatte bei seinem Birdieputt, der um Millimeter am Loch vorbeiging.

Infolgedessen griff wohl das allseits bekannte „Glück des Tüchtigen“ ein. Beim 17. Loch sprang ein verzogener Drive von einem Baum auf das Fairway zurück. Auf der letzten Bahn, die er mit zwei Schlägen Vorsprung anging, puttete der Österreicher aus sechs Metern zum erneuten Birdie.

Der Sieg katapultierte Wiesberger nciht nur im Race to Dubai nach vorne, sondern verschafft ihm auch seinen ersten US-Tour-Start. Gegenüber europeantour.com zeigte sich der strahlende Sieger überglücklich: „Das ist der schönste Tag meines bisherigen Lebens. Es scheint, als sei vor allem auf den letzten zwei Löchern alles für mich gelaufen.“

Kaymer und Lampert treffen Zuschauer

Während Weisberger seinen Sieg feiern durfte, traten Martin Kaymer und Nationalspieler Moritz Lampert beim Einladungsturnier in Hamburg an und verletzten dabei unabscihtlich zwei Zuschauer. Kaymer traf beim Abschlag einen Mann am Brustkorb, während Lampert an der fünften Bahn eine Frau an der Stirn erwischte. Kaymers Opfer kam zwar glimpflich davon, die Zuschauerin jedoch musste stark blutend ins Krankenhaus eingeliefert werden.

„Das war extrem bitter, die Frau lag 20 Minuten da und wir wollten erst gar nicht weiterspielen“, äußerte sich Martin Kaymer anschließend. Dass solche verzogenen Schläge auch den besten Profis passieren können, zeigte Rory McIlroy bereits vor zwei Wochen bei der British Open, als er einen Teenager am Kopf traf.

Was das Ergebnis anging, lief es für den Weltranglisten-18. Kaymer besser. Er gewann mit dem Amerikaner Bubba Watson die im Ryder-Cup-Modus in zwei Teams ausgetragene Show-Veranstaltung nach einer halben Runde mit 19,5 zu 16,5 gegen Colin Montgomerie