Byrd und Pettersson führen in Hawaii

Geoff Ogilvy hat sich beim Surfen verletzt, Martin Kaymer wartet auf Abu Dhabi und der Putter von Stuart Appleby war verschwunden. Das nutzten Jonathan Byrd und Carl Pettersson zur Erstrundenführung in Hawaii.
Mit dem Tournament of Champions, das sponsorenbedingt häufiger seinen Namen wechselt, aber auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurückblicken kann, wird traditionell die Saison der PGA Tour eröffnet. Für das Turnier, das Anfang Januar auf der zu Hawaii gehörenden Insel Maui ausgetragen wird, sind alle Turniersieger des Vorjahres qualifiziert – und nur sie.
Martin Kaymer, dem das Startrecht dank seines Sieges bei der PGA Championship im August gebührt hätte, ist jedoch nicht dabei und beginnt seine Saison erst zwei Wochen später in Abu Dhabi. Ebenfalls nicht dabei ist Geoff Ogilvy. Der Australier, der das Turnier im Kapalua Plantation Course 2010 und 2009 gewonnen hatte, musste kurz vor seinem ersten Abschlag absagen. Eine Fingerverletzung, die er sich bei einem Surfunfall zugezogen hatte, musste mit zwölf Stichen genäht werden, wie er auf seiner Twitter-Seite per Foto dokumentierte.
Kein Wind über dem Pazifik
„Not quite the start to the year I was hoping for“, kommentierte Ogilvy lakonisch. Er wird nun auch bei den Sony Open in Honolulu nächste Woche nicht antreten können. Nach seinem Sieg in Kapalua vor einem Jahr war dem formschwachen Australier nur eine einzige Top-Ten-Platzierung auf der Tour geglückt.
In Abwesenheit von Kaymer und Ogilvy nutzten Jonathan Byrd und der Schwede Carl Pettersson die perfekten Bedingungen am besten und schlossen die Auftaktrunde mit 66 Schlägen und sieben unter Par ab. Bei ungewohnter Windstille auf dem hoch über dem Pazifik gelegenen Plantation Course, der für seine sogenannten Trade Winds gefürchtet ist, gelangen Byrd fünf Birdies und ein Eagle auf den ersten zehn Löchern. Auf den verbleibenden acht Bahnen konnte der Amerikaner, der im Oktober die Justin Timberlake Open in Las Vegas im Stechen gewonnen hatte, seinen Score aber nicht weiter verbessern.
So muss sich der Mann aus Georgia die Führung nach der ersten Runde mit Pettersson teilen. Der Schwede, der seit seiner Jugend in den USA lebt, weil sein Vater ein Volvo-Manager ist, hatte seine Startberechtigung für Kapalua wie Byrd bei einem eher unbedeutenderen Turnier erspielt, den Canadian Open.
Birdies mit dem Preisschild
Hinter den beiden Führenden rangiert Ben Crane, der eine bogeyfreie Runde spielte und einen Schlag hinter der Spitze sowie einen Schlag vor dem Trio Jim Furyk, Bill Haas und Charley Hoffman steht. Furyk musste nach der kurzfristigen Absage Ogilvys alleine spielen, Haas blieb ebenfalls ohne Bogey – anders als Hoffman, der ohne sein Doppel-Bogey auf dem Par-3-Loch Acht ganz vorne gelandet wäre.
Die besten Europäer nach Pettersson sind nach der ersten Runde Francesco Molinari auf dem siebten und Ian Poulter auf dem 12. Rang. Molinari teilt sich seine Platzierung mit Stuart Appleby, der vor dem Start seinen Putter nicht finden konnte und sich schnell von seinem Caddy einen neuen kaufen ließ. Noch mit Preisschild auf dem Putter gelang dem Australier eine 69er-Runde.
Daniel Raecke