Golf: British Open: Kaymer zittert und schafft den Cut

Martin Kaymer hat sich trotz einer weiteren mäßigen Leistung bei den 146. British Open für die Schlussrunden am Wochenende qualifiziert.

Der 32-Jährige aus Mettmann spielte beim dritten Major der Saison auch am zweiten Tag eine 72 und belegte kurz vor Rundenende den 48. Platz.

Kaymer erreichte den Cut letztlich sicher, weil sich das Wetter in Southport an der Westküste Englands zusehends verschlechterte und die nachfolgenden Spieler mit immer mehr Wind und Regen zu kämpfen hatten. Die zur Halbzeit besten 70 sowie die zusätzlich schlaggleichen schwächsten Teilnehmer beim ältesten noch ausgespielten Turnier der Welt dürfen auch am Wochenende an den Abschlag gehen.

Die alleinige Führung übernahm am Freitag US-Superstar Jordan Spieth. Der Weltranglistendritte spielte eine 69 und hat mit 144 Schlägen zwei Schläge Vorsprung auf seinen Landsmann Matt Kuchar, der am Freitag eine 71 spielte. Zahlreiche Spitzenspieler verpassten den Cut, darunter auch die Major-Sieger Phil Mickelson (USA), Darren Clarke (Nordirland), Padraig Harrington (Irland) und Louis Oosthuizen (Südafrika).

Zufrieden war auch Kaymer nicht. „Zwei über Par habe ich nicht verdient. Ich habe mein Bestes gegeben und eigentlich echt gut gespielt“, sagte der zweimalige Major-Sieger über seine Vorstellung. Aufgrund der wechselnden Winde sei der Par-70-Kurs „sehr, sehr schwierig“ zu spielen gewesen.

Kaymer durch lädierte Schulter behindert

Die späten Starter bekamen am Freitag bei zum Teil heftigen Regen auf dem Dünen-Kurs allerdings noch mehr Schwierigkeiten. Am späten Nachmittag wurde das Turnier wegen eines heftigen Schauers sogar für eine gute Viertelstunde unterbrochen.

Kaymer, seit Wochen durch eine entzündete Bizepssehne in der linken Schulter am schmerzfreien Schwingen gehindert, präsentierte sich im Royal Birkdale Golf Club zunächst in konstanter Verfassung. Nach dem Birdie auf Loch zehn warfen ihn Bogeys auf den Bahnen 11, 16 und 18 aber wieder zurück.

Die Qualifikation für die finalen Runden ist für den ehemaligen Weltranglistenersten angesichts der schmerzhaften Schulterblessur bereits ein Erfolg. Kaymer hatte im Vorfeld nur eingeschränkt trainieren können und musste das Turnier unter Schmerzmitteln bestreiten.

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