Kaymer ohne Chance in Dubai

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Böiger Wind, ein ständiges Auf und Ab und hohe Ergebnisse prägten die dritte Runde in Dubai, auf der Tiger Woods eine emotionale Aufholjagd gelang.

Die schwierigen Verhältnisse im Emirates Golfclub, vor allem für die Favoriten, die bei stärkerem Wind spielen mussten, sorgten dafür, dass das Feld vor der Schlussrunde ganz eng zusammen rückte. Die besten 20 Spieler liegen nur drei Schläge auseinander, so dass sich die Zuschauer auf ein packendes Finale freuen dürfen.

Kaymer vom Winde verweht

„Ich bin noch dabei, aber es haben auch ganz viele andere Spieler noch eine Chance. Und bei diesem Wetter hier weiß man nie was passiert“, erklärte Woods bei europeantour.com. Die beste Ausgangsposition haben Anders Hansen, Thomas Aiken und Rory McIlroy (alle -8), die sich die Führung teilen. Martin Kaymer hat den Kontakt zu den vorderen Rängen verloren. Der 26-Jährige fiel durch eine 76er Runde mit einem Gesamtergebnis von Even Par auf Platz 47 zurück.

Kaymer fiel bei teilweise stürmischem Wind wie viele andere Spieler auch förmlich auseinander und verließ am Ende etwas frustriert das letzte Grün. Ganz anders war die Körpersprache am Ende der Runde bei Tiger Woods. Dabei sah es für ihn lange Zeit auch ganz schlecht aus.

Woods beißt sich durch

Drei Bogeys und ein Doppelbogey hatten den Amerikaner auf den ersten neun Löchern beinahe aussichtslos zurückgeworfen, dann startete er eine furiose Aufholjagd. Ein zum Eagle eingelochter Chip auf der Zehn war das Startsignal, ein verwandelter langer Putt auf der 18 das Ende seiner aufregenden Runde.

Nach dem letzten Schlag entlud sich die Anspannung bei Woods und er ballte enthusiastisch die Faust. Seine 72er-Par-Runde war auf jeden Fall gut genug, um am letzten Tag um den Sieg mitzuspielen. Es wäre sein erster nach 15 Monaten Durststrecke.

Gemeinsam mit sechs weiteren Spielern lauert Woods mit sieben unter Par auf dem geteilten vierten Platz. „Wenn die Bedingungen morgen auch so sind, dann wird es zwar richtig hart, aber auch ein großer Spaß“, so Woods auf der Homepage der European Tour.

Garcias später Einbruch

Wie nah Erfolg und Misserfolg an so einem Tag beieinander liegen, musste Sergio Garcia erfahren. Der Spanier trotzte lange Zeit hervorragend den Bedingungen, ehe ihn auf den letzten neun Löchern das Glück verließ. Höhepunkt war ein Doppelbogey auf der 17. als sein Abschlag eine Palme traf und er den Ball droppen musste. Statt allein an der Spitze fand sich Garcia nun gemeinsam mit Woods mitten im Pulk der Verfolger wieder.

Ordentlich hielt sich mit Marcel Siem auch der zweite Deutsche im Feld. Der Ratinger kam mit 72 Schlägen ins Clubhaus und liegt als 41. gleichauf mit Kaymer. Mit zahlreichen verschobenen Putts gab Siem ein besseres Resultat aus der Hand.