Martin Kaymer führt in Abu Dhabi

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Wind und Regen haben den Golfern bei der Abu Dhabi HSBC Golf Championship am zweiten Tag das Leben schwer gemacht, doch Martin Kaymer störte das nicht. Mit einer tollen Vorstellung stürmte er an die Spitze und erspielte sich einen komfortablen Vorsprung von drei Schlägen.

Das mit 2,7 Millionen Dollar dotierte Turnier scheint sich immer mehr zu einer Lieblingsveranstaltung des 26-Jährigen zu entwickeln. In den Jahren 2008 und 2010 holte sich Kaymer bereits den Titel und angesichts der bisher gezeigten Leistungen rückt der nächste Triumph immer näher.

Nebenbei könnte Kaymer noch einen weiteren Coup landen. Mit einem Platz unter den ersten Sieben würde er in der Weltrangliste Tiger Woods überholen und sich auf den zweiten Rang hinter Lee Westwood verbessern.

Fehlerfreie Runde

Die Art und Weise, wie Kaymer bei schwierigen Bedingungen sein Spiel durchzog, war beeindruckend. Allein auf den ersten sieben Löchern gelangen Kaymer fünf Birdies, auf den zweiten neun Löchern ließ er zwei weitere folgen. „Ich hatte wieder einen großartigen Start“, sagte Kaymer bei seinem 100. Turnier auf der Europa-Tour. Ohne Schlagverlust beendete er seine zweite Runde und war mit 65 Schlägen mit Abstand der beste Spieler des Tages.

„Ich habe wieder konstant gut geputtet und wenn das kurze Spiel gut funktioniert hat man auch ein bisschen mehr Selbstvertrauen als sonst. Man weiß, dass man noch eine Chance auf das Par hat, auch wenn man mal ein Fairway oder ein Grün verpasst“, erklärte Kaymer auf der Homepage der European Tour.

Insgesamt rangiert der Deutsche mit 12 unter Par einsam an der Spitze. Rang zwei belegt Charl Schwartzel (-9) vor Graeme McDowell (-8). Beide konnten am zweiten Tag mit 71 bzw. 70 Schlägen längst nicht an ihre starken Runden vom Auftakt anknüpfen.

Harrington disqualifiziert

Padraig Harrington durfte sich derweil nicht lange über seine tolle Auftaktrunde freuen. Der Ire wurde nach seiner 65er Runde auf dem zweiten Platz liegend disqualifiziert. Harrington hatte auf der siebten Spielbahn beim Platzieren des Markers auf dem Grün mit seiner Hand den Ball berührt. Er selbst hatte das auch bemerkt, war aber der Meinung, dass sich der Ball nicht bewegt habe.

Er spielte weiter und trug auf seiner Scorekarte eine 3 ein. Bei genauer Betrachtung der TV-Bilder in Zeitlupe wurde hinterher deutlich, dass sich der Ball doch bewegt hatte. Das hätte zwei Strafschläge zur Folge gehabt, die logischerweise aber nicht auf der Scorekarte auftauchten. Nun wurde Harrington wegen einer von ihm unterschriebenen nicht korrekten Scorekarte disqualifiziert.