Miguel Angel Jimenez gewinnt die Open de France

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Eine furiose Aufholjagd, ein Patzer am letzten Loch und dann ein souveräner Sieg im Stechen – Miguel Angel Jimenez erlebte bei der Open de France eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Vielleicht war es die Zigarre vor dem Playoff, die ihm die nötige Ruhe verlieh.

Ganz lässig saß der 46-Jährige im Golf-Kart und ließ sich rauchenderweise zum Abschlag des ersten Playoff-Loches kutschieren. „Erfahrung ist ein entscheidender Schlüssel. Es ist wichtig, ganz ruhig zu atmen und sich zu entspannen“, erklärte Jimenez sein Erfolgsrezept bei europeantour.com. Seine Mitstreiter hießen Alejandro Canizares und Francesco Molinaro. Alle drei lagen nach vier Tagen mit elf Schlägen unter Par gleichauf.

Jimenez musste als Erster zum Abschlag und platzierte seinen Abschlag solide auf der Bahn. Molinari landete im Bunker, Canizares schlug seinen Ball ins Wasser und war damit fast schon raus. Sein endgültiges Ende kam wenig später, als er den nächsten Ball ins kühle Nass beförderte. Auch Molinari hielt dem Druck nicht stand. Er legte aus dem Bunker vor und setze den Annäherungsschlag zum Grün in das nächste Sandhindernis.

Der Weg war frei für Jimenez, der nach mäßiger Annäherung mit einem tollen Chip den Grundstein legte. Als einziger gelang ihm schließlich das Par und so durfte er sich über seinen 17. Sieg auf der Tour und den Siegerscheck in Höhe von 500.000 Euro freuen.

Jimenez muss nachsitzen

Diese Extra-Einheit hätte sich Jimenez eigentlich ersparen können, denn nach einer grandiosen Aufholjagd hatte er auf der regulären letzten Runde den Sieg schon fast in der Tasche. Mit fünf Birdies auf den Löchern 11 bis 16 war der Altmeister an die Spitze gestürmt.

Auf der 17 gelang ihm ein famoser Schlag aus dem Rough, mit dem er schließlich das Par und damit auch zwei Schläge Vorsprung rettete. Ausgerechnet am letzten Loch landete ein Ball im Wasser und nach einem Doppelbogey war der Vorsprung dahin.

Kaymer versenkt die Titelverteidigung

Martin Kaymer war es ähnlich ergangen und so durfte er sich das Stechen aus dem Clubhaus anschauen und sich über die verpasste Titelverteidiung ärgern. Ein Schlag ins Wasser an der 15 und ein daraus resultierendes Doppelbogey hatten ihn aller Chancen beraubt.

Die Konzentration war weg und so warf ihn ein weiteres Doppelbogey auf der 18 auf den geteilten sechsten Rang zurück. Dennoch blieb die Erkenntnis, dass die Form stimmt und bis kurz vor Schluss die Titelverteidigung in Reichweite war. Marcel Siem verbesserte sich mit 212 Schlägen noch auf den geteilten 18. Platz.