Woods fällt beim The Barclays zurück

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Zwei Schläge über Par gespielt und die Führung verloren – auf den ersten Blick scheint bei Tiger Woods nach dem grandiosen Auftakt beim The Barclays wieder der Wurm drin zu sein, doch das ist nur die halbe Wahrheit. Es gab auch gute Nachrichten für den Superstar.

Zunächst einmal darf sich Woods über eine weitere Woche als Weltranglistenerster freuen, denn sein Verfolger Phil Mickelson verpasste den Cut und konnte so auch im neunten Anlauf nicht die Spitze der Rangliste erklimmen.

Viel wichtiger dürfte Woods allerdings die Erkenntnis sein, dass es trotz seiner 73er Runde mit seinem Spiel bergauf geht. Wie am ersten Tag verfehlte er lediglich ein einziges Mal das Fairway, die Präzision bei den langen Schlägen passt also. Wobei angemerkt werden muss, dass er auf der zweiten Runde nicht ein einziges Mal den Driver in die Hand nahm.

Der Putter bleibt kalt

Knackpunkt waren am zweiten Tag die Putts, die vor allem auf den zweiten neun Löchern nicht fallen wollten. „Ich habe den Ball wie schon am ersten Tag richtig gut getroffen. Aber wenn ich die Putts nicht mache, kann ich auch kein gutes Ergebnis erzielen“, analysierte Woods auf der Homepage der PGA Tour.

Woods war im Ridgewood Country Club in Paramus/New Jersey mit einer späten Startzeit auf Bahn zehn ins Rennen gegangen. Seine ersten neun Löcher, die zu den schwereren auf dem Platz gehören, absolvierte er mit zwei unter Par. Mit insgesamt -8 Schlägen war er zu diesem Zeitpunkt ganz vorne dabei.

Doch ausgerechnet als es auf die Bahn eins ging und die vermeintlich leichteren Löcher auf dem Programm standen, schlug das Pendel in die andere Richtung aus. Der Putter ließ Woods im Stich und statt vier Birdies wie am Vortag standen plötzlich vier Bogeys auf den ersten neun Spielbahnen auf seiner Scorekarte.

Am Ende bedeutete das eine 73 und ein Halbzeitergebnis von 4 unter Par. Damit liegt Tiger Woods immer noch glänzend im Rennen und hat alle Chancen das Turnier noch zu gewinnen. In Führung liegt momentan Jason Day mit acht Schlägen unter Par. Ihm im Nacken sitzen die beiden Amerikaner Kevin Streelman und Vaughn Taylor (-7).

Cejka muss die Koffer packen

Das The Barclays ist das erste Turnier der FedEx-Cup-Playoffs, zu denen insgesamt vier Veranstaltungen zählen. Bei jedem weiteren Turnier wird das Starterfeld reduziert. Beim The Barclays sind die besten 125 Spieler der FedEx-Cup-Rangliste am Start, in der nächsten Woche bei der Deutsche Bank Championship werden es noch 100 sein.

Tiger Woods benötigt als 112. im Ranking ein gutes Ergebnis, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Diese Chance hat Alex Cejka wohl verpasst. Nach enttäuschenden Runden von 73 und 74 Schlägen scheiterte er am Cut und wird aller Voraussicht nach aus den Top 100 herausfallen.