Am Ende schien es, als hätte die Golfwelt zweieinhalb Jahre auf diesen Moment gewartet: Als Tiger Woods am 16. Loch des Memorial Tournaments in Dublin/Ohio aus knapp 15 Metern vom Vorgrün aus Maß nahm, den Ball per Chip ins Loch beförderte und seine Faust ballte, stand für viele sein fünfter Sieg bei dem Turnier bereits fest. Am Ende gewann er mit 279 Schlägen und damit zwei Schlägen Vorsprung auf die zweitplatzierten Rory Sabbatini und Andres Romero.
Doch damit nicht genug, sein 73. Sieg auf der US-PGA-Tour bedeut den Gleichstand in der ewigen Gewinnerliste mit Jack Nicklaus, pikanterweise dem Gründer und Ausrichter des Memorial. „Ich habe viele Schläge im Golf gesehen, doch keiner war besser als dieser“, sang Nicklaus laut pgatour.com das Loblied auf Woods.
78 Turniere musste Thongchai Jaidee spielen, um nach dem Sieg beim Ballantines Championship im Jahr 2009 endlich wieder eine Trophäe in die Lüfte recken zu können. Der Thailänder gewann die ISPS Handa Wales Open und feierte erstmals einen Sieg auf der European Tour außerhalb Asiens. Ganz schlimm erwischte es Marcel Siem, der auf der Schlussrunde komplett einbrach.
Jaidee reichte im Celtic Manor Resort in City of Newport eine 72er Runde (278), um die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Dabei hatte Jaidee zunächst große Probleme, als er an Loch vier ein Bogey kassierte und an der Neun ein Triple Bogey notieren musste. Mit vier Birdies und zwei weiteren Bogeys auf der Back-Nine schaukelte er den Sieg dann nach Hause.
Spencer Levin führt das Leaderboard beim Memorial Tournament in Dublin/Ohio nach 54 Löchern mit 208 Schlägen zwar an, der US-Amerikaner hat allerdings eine illustre Verfolgergruppe hinter sich. Einen Schlag hinter Levin liegt der zuvor führende Rory Sabbatini, dahinter kommen Rickie Fowler (211) und Tiger Woods (212).
Dass seine Führung nicht unbedingt zum Sieg reicht, dürfte Levin dabei bewusst sein. Bei den Waste Management Phoenix Open im Februar verspielte er eine Sechs-Schläge-Führung und wartet seitdem weiterhin auf seinen ersten Sieg auf der US PGA-Tour. „Ich werde erst einmal morgen auf die Runde gehen und Spaß haben“, gab sich Levin laut pgatour.com entspannt.
Rory McIlroy sucht zwei Wochen vor den US Open in San Francisco weiter nach seiner Form. Der Nordire scheiterte beim Memorial Tournament in Dublin/Ohio erneut am Cut. Mit einer indiskutablen 79er Runde im Muirfield Village GC verspielte der 23-jährige Weltranglisten-Zweite alle Chancen auf die Teilnahme an den beiden Schlussrunden.
Für den US-Open-Sieger von 2011 war es bereits der dritte Cut in Serie, den er verpasste. Nach einer 71 zum Auftakt, bei der er auf der front-nine noch zwei Birdies und ein Eagle gespielt hatte, musste er diesmal zwei Bogeys hinnehmen doch es sollte noch schlimmer kommen. Auf den letzten neun Löchern kamen ein weiterer Bogey sowie zwei Double-Bogeys hinzu.
Zwei Superstars der Golfszene, beide mit ernüchternden letzten Wochen, beide mit einigen Problemen zum Rundenbeginn im Memorial Tournament in Dublin/Ohio, aber sowohl Tiger Woods als auch Rory McIlroy kriegten auf der ersten Runde im Muirfield Village Golfclub letztlich doch noch die Kurve und platzierten sich auf aussichtsreichen Positionen. Hinter Scott Stallings (-6), Spencer Levin und Erik Compton (beide -5) auf den ersten drei Plätzen liegt Woods (-2) auf dem geteilten elften, McIlroy (-1) auf dem geteilten 20. Rang.
„Vier Schläge über Par nach drei Löchern, das war überhaupt nicht der Start, den ich mir vorgestellt hatte“, analysierte McIlroy. Der an Loch 10 gestartete Nordire hatte zwei solide Pars gespielt, ehe ihm an der 12 das Missgeschick unterlief, das nach zuletzt zwei verpassten Cuts in Serie einfach ins Bild seiner derzeit schwachen Form zu passen schien. McIlroys Abschlag flog in den Bunker, von dort aus landete er im Wasser und musste sich auf dem Par drei eine Sieben, ein Quadrupelbogey, notieren.
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